
Giacomo MEYERBEER (1791-1864)
Eugène SCRIBE (1791-1861),
Les Huguenots. Oper in 5 Akten, 1836
3 Bd. (1101, 731, 765 S.)
31 x 24 cm (Geöffnet: 31 x 48-50 cm)
Slg. Königliche Konservatorien Brüssel, B - Bc 11216
Schenkung des Komponisten an der König Leopold I. von Belgien
Im 19. Jahrhundert waren die Opern von Giacomo Meyerbeer, auf Libretti von Eugène Scribe komponiert, ebenso berühmt und bewundert wie jene von Rossini, Verdi oder Wagner. Les Huguenots sind ein herausragendes Beispiel dafür. Dieses groß angelegte Fünfakter-Epos erzählt die Geschichte der unmöglichen Liebe zwischen der katholischen Valentine und dem protestantischen Raoul vor dem Hintergrund des Massakers der Bartholomäusnacht von 1572. Meyerbeer entfaltet hier eine opulente Orchesterkunst voller dramatischer Kontraste, feiner Melodien und reicher Klangfarben.
Das außergewöhnliche Manuskript, das in der Bibliothek des Brüsseler Konservatorien aufbewahrt wird, wurde von Meyerbeer selbst an König Leopold I. über François-Joseph Fétis und den Diplomaten Hippolyte Vilain XIIII kurz nach der Pariser Uraufführung des Werks im Jahr 1836 überreicht. Es zeugt von den engen Beziehungen zwischen dem Komponisten und dem belgischen Hof. Leopold I., ein großer Opernliebhaber, betrachtete Die Hugenotten als Meisterwerk – sowohl wegen seiner musikalischen und dramatischen Qualität als auch wegen seiner Botschaft religiöser Toleranz.
Die drei Bände sind in rotes Leder gebunden und mit goldenen Verzierungen geschmückt; in der Mitte jedes Einbands befindet sich das goldene „L“ von Leopold, überragt von einer ebenfalls goldenen kleinen Krone. Mit dem Etikett des Buchbinders Esnault, Paris.